Vor langer , langer Zeit...
Vereinsgeschichte nach dem heutigen Kenntnisstand :Im Jahre 1920/1921 entschlossen sich einige Grabelandbesitzer aus dem Bereich der Kohlenstraße/Ecke Essener Straße , heutiger Standort des Verwaltungsgebäudes der Krupp-Stahl, einen Schrebergartenverein zu gründen. Bei einer Zusammenkunft in der Gaststätte "Uis" Alleestraße / Ecke Bessemer Straße, beschloß man unter Wortführung von Georg Kessler einen Verein zu gründen. Kessler wurde zum Vorsitzenden gewählt.
Rohbau, Vereinsheim um 1930Eine Satzung wurde am 22.10.1923 erstellt und am 24.11.1923 erstmals in das Vereinsregister eingetragen. Der Verein trug den Namen"Schrebergartenverein Bochum-Engelsburg". Dieser Name ist bis heute erhalten. Unter dem damaligen Vorsitzenden Georg Kessler wurde von der Stadt Bochum das Gelände - Gemarkung Weitmar Flur 21 - zwischen Essener Straße und Heusner Straße gepachtet. Georg Kessler, von Beruf Markscheider, hat das Gelände vermessen und es entstanden 114 Gärten. Die Gärten hatten eine durchschnittliche Größe von 16 Ruten gleich 226 qm. Das gesamte Gelände war 31.759,22 qm groß. Nachdem alle Parzellen vergeben und die ersten Gärten entstanden waren, fand am 17.10.1926 die erste Mitgliederversammlung in der Gaststätte "Holler" Essener Straße / Ecke Kohlenstraße statt. Die bei der Vereinsgründung beschlossene Satzung ist von den Mitgliedern bestätigt worden und erneut am 30.09.1928 . Eine Satzung aus dieser Zeit liegt uns noch vor.

Die Kriegsauswirkungen sind nicht spurlos an der Gartenanlage vorüber gegangen. 1946 mußten 138 Bombentrichter zugeschüttet werden. Die Gartenanlage war bis zu 80 % zerstört. Unter der Leitung von Paul Protzmann wurde dem Verein durch die britische Militärverwaltung die Erlaubnis erteilt, das Vereinsleben wieder aufleben zu lassen. 48 Schrebergärtner , die durch die Luftangriffe ihre Wohnungen verloren hatten, bauten mit behördlicher Genehmigung in ihren Gärten Notwohnungen, um überhaupt ein Dach über dem Kopf zu haben. Protzmann wurde zum neuen Vorsitzenden gewählt und hatte das Amt bis zum 18.März 1950 inne. Auch das Vereinsheim ist durch den damaligen Pächter - Ulrich Rau - in Eigenleistung wieder errichtet worden. Zinslose Darlehen durch den Verein wurden gewährt.

Durch den Bau der Westtangente im Jahre 1985 wurden 41 Gärten und das Vereinsheim abgeriisen. 40 Gärten wurden auf dem Ersatzgelände neu geschaffen, das Vereinsheim wieder aufgebaut und am 4. September 1987 im Rahmen einer Feierstunde eingeweiht. Während der Bauphasen mussten sich die Schrebergärtner erhebliche Belästigungen und Störungen durch die Hausbesetzer in der Heussner Straße gefallen lassen. Sachbeschädigungen und Brandstiftungen waren an der Tagesordnung.
Die Anlage Engelsburg-Alt wurde um 3 Gärten erweitert. Es wurde eine komplette Stromanlage installiert und alle Gärten der Anlage Engelsburg-Alt wurden an die Stromversorgung angeschlossen.
Heute zählt der Verein ( Stand vom Juni 1998 ) 105 Mitglieder , ist Mitglied des Stadt- und Landesverbandes der Kleingärtner.
Gefeiert wurde auch im Juni 1998 das 75.jähriger Bestehen des Vereines:
